Kirgistan – per Flugzeug und mit geliehenen Motorrädern direkt ins Abenteuer
Kann man auch in einem zweiwöchigen Urlaub eine große Abenteuerreise machen? Diese Frage hatten wir uns schon länger gestellt. Ein gewünschtes Ziel hatten wir dazu schon ausgemacht – Kirgistan, Kirgisien oder Kirgisistan?! Beim richtigen Namen waren wir uns weniger sicher müssen wir zugeben.
Also einfach mal was Neues wagen und nicht mit den eigenen Motorrädern hinfahren sondern einfach hinfliegen und vor Ort die leihen. Dafür saßen wir in kompletter Motorradmontur im Flugzeug – für die restlichen Leute im Flugzeuge ein ungewöhnlicher und amüsanter Anblick, für uns war es extrem warm. Geliehen haben wir uns das Vorgängermodell unserer beiden CRF, sodass wir uns kaum umgewöhnen mussten.
Unsere Gepäcksysteme, Campingausrüstung und alles was wir sonst immer so mitschleppen ist mit uns mit geflogen und wurde vor Ort in der Hauptstadt Bishkek auf die geliehenen Bikes gepackt. Wir haben uns dieses Mal etwas besser im Griff gehabt was die Menge an Gepäck anging!
Neues Land, neue Kultur, neuer Verkehr – wir sind direkt voll eingetaucht und es hat viel einfacher geklappt als wir erwartet haben. Schon am ersten Tag fühlten wir uns angekommen im Land und es war, als würden wir einfach unsere große Reise von 2022 fortsetzen.
Kirgistan hat uns dann mit einer unglaublichen Weite und wirklich atemberaubenden Landschaften in seinen Bann gezogen: unzählige kleine Wege, ein echtes Offroad-Paradies für alle, die gern abseits der Straßen unterwegs sind. Dafür haben wir aber auch so viel Staub abbekommen wie nie zuvor – die Pisten waren streckenweise eine einzige Staubwolke.
Die Begegnungen mit den Menschen vor Ort waren freundlich und vornehm zurückhaltend am Anfang, dafür umso herzlicher wenn man sich länger unterhalten hat. Dazu haben wir Hände und Füße als auch das Handy mit Übersetzungsapp genutzt und das klappte wunderbar.
Das Wetter war sehr wechselhaft und wir haben es nicht geschafft den Himmel auch zum Ende des Urlaubs hin, richtig lesen zu können:
Regen, Sonne, Sturm, brütende Hitze und klirrende Kälte – an einem einzigen Tag war meistens alles dabei. Durch die vielen verschiedenen Bergkämme und Täler bekamen wir immer wieder etwas neues und spannendes zu sehen und waren fast durchgehend völlig fasziniert von der atemberaubenden Landschaft!
Der Urlaub hat uns gezeigt – man kann Abenteuer auch in nur zwei Wochen packen und auch ferne Länder mit dem Motorrad bereisen. Auch wenn es nicht das eigene ist.
Wart Ihr schon mal in Zentralasien unterwegs? Schreibt uns gerne Eure Erfahrungen!